E.I.S.-Blog

An dieser Stelle können in lockerer Reihe spannende, lustige, wichtige, auffallende, aufreizende, kritische ... Themen aus dem weiten Feld der Sprache zur Diskussion gestellt werden:

 

Beispiele:

 

Wissen um / Wissen über

 

These: Aus Unwissenheit und in der falschen Annahme, gebildeter zu klingen, verwenden immer häufiger Menschen im Deutschen die Präposition "um" in Verbindung mit dem Substantiv "Wissen" bzw. dem Verb "wissen" statt "Wissen/wissen über". Beides ist zwar sprachlich möglich, die Bedeutungen sind aber grundsätzlich unterschiedlich:

"Wissen um die Bedeutung von ..." bedeutet: Der Sprechende/Schreibende weiß, dass etwas eine Bedeutung hat, aber nicht unbedingt welche.

"Wissen über die Bedeutung von ..." bedeutet: Er/sie/es kennt die Bedeutung (genau) = er/sie/es weiß, was etwas bedeutet. 

 

Also nicht nur etwas für "Besserwisser", "Oberlehrer", "Sprachnörgler" usw.  ;-)  

 

Wegen des - trotz dem > deswegen - trotzdem

 

Zu dieser oft diskutierten Frage hier nun endlich auch Konkreteres: 

 

http://www.sprachlog.de/2013/11/21/zur-lage-der-deutschen-flexion-oder-dativ-genitiv-tod/

 

Übrigens: Man kann und darf dem trotzdem trotzen ;-)

 

 

 

 

 

 

Für weitere Nachrichten, Informationen und interessante Diskussionen empfehle ich: Sprachlog >>

 

Für aktuelle und spannende Fragen zur deutschen Rechtschreibung empfehle ich: http://www.neue-rechtschreibung.net/

und http://www.korrekturen.de  

6.6.2013 

Das alte Rein-Raus-Spiel

 

Die umgangssprachliche Kurzform „rein“ geht ursprünglich auf „herein“ zurück – erkennbar am „r“.Dennoch ist es auch als Kurzform für „hinein“ weit verbreitet (oder weitverbreitet) und verbreitet sich immer weiter. Auch derDUDEN beschreibt „rein“ als „ugs. für herein, hinein“ (Die deutsche Rechtschreibung, 21. Aufl., S. 614). Mittlerweile verwenden selbst renommierte Verlage mit führenden sprachwissenschaftlichen Programmen wie dtv und Narr zu Werbezwecken die Aufforderung „Reinlesen!“ - analog zu „Reinhören!“, wie es schon länger von populären Musikverlagen etc. zu lesen und zu hören war und ist.

Auffällig ist dabei, dass auch genuinen Mundartsprechern, die in ihrem Dialekt problemlos zwischen den Richtungsadverbien „hinein“ und „herein“ unterscheiden können (z.B. im Schwäbischen „nai“/“rai“), beim „Switchen“in die Umgangssprache oder in die vermeintliche Standard- oder Hochsprache wie selbstverständlich „rein“ auch für „hinein“ aus dem Mund gleitet.

Für diejenigen, denen der Unterschied noch immer nicht klar sein sollte: „Herein!“ kann man nur rufen, wenn man sich selbst innerhalb des Raumes befindet und der oder die Klopfende wiederum noch vor der Tür steht.

Analoges gilt im Prinzip auch für „raus“ als Kurzform von „heraus“ und nicht von „hinaus“, nur kommt dieses offenbar seltener vor.

Für alle, die es noch genauer wissen wollen, empfehle ich Manfred STADELMANN: Orts- und Richtungsadverbien bei Siedlungsbezeichnungen. Tübingen 1978 (Idiomatica, Band 6).

 

24.3.2013

 

Sprachverfall oder Sprachwandel? Unterschiedliche Antworten in der Sprachwissenschaft, in Presse >> 

und in der Allgemeinheit ... zur aktuellen Tagung des Instituts für deutsche Sprache (IdS) in Mannheim

 

13.3.2013

Wieder einmal die Frage: Dialekt oder nicht Dialekt? "Kiezdeutsch" >> 

7.3.2013

"5 vor 12!" Aufruf zur Erfassung der mündlichen Flurnamenüberlieferung >> 

6.3.2013

Neue Diskussion: "Sprachkritiker", "Sprachpfleger", "Sprachnörgler" oder "Eindeutschungsguerilla" ?

5.3.2013

"Crowdfunding" oder "Schwarmfinanzierung"? Diskutieren Sie mit >>

26.2.2013

"Liste der sozialen Unwörter" >>

Sollte man tatsächlich bestimmte Wörter vermeiden, und würde sich dadurch in der persönlichen oder gesellschaftlichen Einstellung etwas ändern?

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